Begabtentag Gebärdendolmetschen

Es hat Spaß gemacht eine weitere Fremdsprache zu erlernen

Der BeGAbtentag mit der Gebärdendolmetscherin Frau Voß war mal wieder sehr spannend und es ist ihr gelungen uns Grundzüge dieser Fremdsprache zu vermitteln. Die deutsche Gebärdensprache ist erst seit 2002 als eigene Sprache anerkannt.

Wir haben gelernt, dass der Alltag für gehörlose Menschen ganz anders aussieht als unser Alltag. Während wir das Klingeln von Handys hören, Fernsehserien schauen und hören können, gemeinsam mit unseren Freunden singen und sprechen können, ist die Welt für Gehörlose still. Was nicht bedeutet, dass Gehörlose keine Musik spüren können. Es gibt Musikvideos von Stars, die diese bereits mit Gebärden unterlegt haben oder speziell für Gehörlose gedreht haben.

Für uns ist es selbstverständlich zum Arzt zu gehen und die Schule zu besuchen. Für gehörlose Menschen stellen solch alltägliche Dinge eine Herausforderung dar. Um solche Situationen zu bewältigen, gibt es Gebärdendolmetscher*innen wie Frau Voß, die Kinder und Erwachsene begleitet und für diese übersetzt.

Die Gebärdensprache hat ihre eigene Struktur.  Verben werden z.B. nicht konjugiert.  Der Satzbau ist anders als in unserer Sprache. So lautet die Reihenfolge im Satz nicht: Subjekt – Verb- Objekt, sondern Subjekt - Objekt - Verb (Grundform).

Wir haben Gebärden erlernt mit denen wir kleine Dialoge führen können. Wenn uns ein gehörloser Mensch begegnet, können wir uns vorstellen, den Weg beschreiben und von unseren Hobbies berichten.  Wir kennen nun Wörter des Alltags und haben verstanden wie wichtig es ist, dass wir mit gehörlosen Menschen langsam und deutlich sprechen, denn diese lesen uns die Wörter von den Lippen ab. Umso schwieriger ist die aktuelle Corona-Situation für Gebärdensprechende.

Es gibt nicht für alle Wörter Gebärden. Dann greifen Gebärdensprechende auf das sogenannte Fingeralphabet zurück. Es hat uns viel Spaß gemacht auch dieses Alphabet zu üben.

Liebe Frau Voß: Herzlichen Dank für diesen gelungenen Tag! Dank Ihrer durchsichtigen Maske konnten wir ihre Lippenbewegungen sehen und das Lippenlesen üben. Wir sind neugierig auf den Beruf geworden und würden uns einen Teil II – eine Fortsetzung für Fortgeschrittene wünschen.

Wir danken auch dem Rotary Club Altena für die finanzielle Unterstützung.

Bild: N. Godefroid
Text: Cecilia Deleo, Klasse 8

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