Lernen unter freiem Himmel – Impulse aus Europa für das BGA

Im Rahmen des ErasmusPlus-Programms hatten zwei unserer Lehrkräfte die Möglichkeit, an einer internationalen Fortbildung zum Thema „Outdoor Education“ auf Teneriffa teilzunehmen. Die Woche war geprägt von intensivem fachlichen Austausch, praktischen Erprobungsphasen und gemeinsamer Reflexion darüber, wie Lernen außerhalb des Klassenraums gewinnbringend gestaltet werden kann. Damit umfasste das Programm eine Bandbreite an Themen, die für unsere schulische Arbeit von zentraler Bedeutung sind.

Bereits am ersten Tag wurde deutlich, dass erfolgreiche Outdoor-Bildung weit mehr ist als „Unterricht im Grünen“. Durch vielfältige Methoden der sog. „non-formalen Bildung“ erlebten wir, wie Gruppenprozesse gezielt gefördert, Vertrauen aufgebaut und Lernende aktiv eingebunden werden können. Besonders gewinnbringend waren dabei kooperative Spiele und Team-Challenges, die wir unmittelbar auf ihre Einsatzmöglichkeiten im Unterricht hin reflektieren konnten.

Ein Schwerpunkt der Fortbildung lag auf der Verbindung von Naturerfahrung, fachlichem Lernen und sozialem Miteinander. Ursprünglich geplante Aktivitäten im Anaga-Gebirge mussten wetterbedingt angepasst werden, doch gerade diese Flexibilität zeigte eindrucksvoll, wie wichtig adaptive Planung im Outdoor-Unterricht ist. Methoden wie Storytelling, bewegungsorientiertes Lernen und das bewusste Wahrnehmen von Naturphänomenen eröffneten neue Zugänge, um Schülerinnen und Schüler für Unterrichtsinhalte zu sensibilisieren.

Ein besonders prägender Bestandteil war die Auseinandersetzung mit inklusiver Bildung im Outdoor-Kontext. Der Besuch des lokalen SOS-Kinderdorfs bot eindrucksvolle Einblicke in die Arbeit mit heterogenen Lerngruppen, darunter auch Kinder mit besonderen Förderbedarfen. Hier wurde deutlich, wie Natur als Lernraum Barrieren abbauen und individuelle Zugänge ermöglichen kann – ein Ansatz, der auch für unsere Schulpraxis zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Darüber hinaus beschäftigten wir uns mit konkreten Gestaltungsmöglichkeiten von Lernumgebungen: Von naturpädagogischen Aktivitäten bis hin zu Konzepten wie Permakultur und nachhaltiger Flächennutzung. Die Frage, wie Lernorte langfristig gestaltet und in den Schulalltag integriert werden können, stand dabei im Mittelpunkt. Viele der erarbeiteten Ideen lassen sich auf unseren Naturerlebnispfad übertragen, etwa durch neue interaktive Stationen oder handlungsorientierte Aufgabenformate.

Ein zentraler Gewinn war zudem der europäische Austausch. Gemeinsam mit Lehrkräften aus Polen, Kroatien, Slowenien, der Slowakei und Italien konnten wir nicht nur unterschiedliche Bildungssysteme kennenlernen, sondern auch Ansätze für eine weiterführende Zusammenarbeit entwickeln. Dies bestärkt uns darin, unsere Rolle als Europaschule aktiv zu leben und internationale Perspektiven in unsere Schulentwicklung einzubeziehen.

Dass diese Fortbildung möglich war, verdanken wir dem ErasmusPlus-Programm. Die Erfahrungen der Woche zeigen, wie wertvoll europäische Kooperationen für die eigene Professionalisierung sind – als konkrete Bereicherung für Unterricht und Schule.

Mit vielen neuen Ideen, erprobten Methoden und gestärkten Netzwerken kehren wir zurück und freuen uns darauf, diese Impulse in unsere schulische Arbeit einfließen zu lassen (erste Methoden wurden bereits erprobt, s. Bild), unseren Naturerlebnispfad weiterzuentwickeln und Kolleginnen und Kollegen als Multiplikatoren an dem Gelernten teilhaben zu lassen.

Bild und Text: T. Schockenhoff, F. Pilz





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