Kontakte pflegen und Bilderausstellung

Gruppenbild mit den Gästen aus Pinsk und der Burg Altena im Hintergrund: 12 junge Leute, begleitet von den Lehrkräften Galina Kriwetskaja und Natallia Guzarevich, besuchen zurzeit das Burggymnasium und fühlen sich in Südwestfalen sehr wohl

Altena - „Willkommen in Altena!“ – So begrüßte Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein 12 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrkräfte des Gymnasiums Nummer 2 aus Altenas Partnerstadt Pinsk in Weißrussland.

Vor einem informativen Austausch mit Gleichalterigen am Burggymnasium, das die Gruppe eingeladen hat, stellte er sich auf dem Behördenparkdeck zum Gespräch. Menschen in Europa müssten sich kennen und austauschen, stellte Hollstein fest. 

 

Er wünsche sich, dass sich Kontakte ergäben, die noch Jahre oder Jahrzehnte hielten und Bestand hätten. Zwar könne man Altena (17.500 Einwohner) sicherlich nicht mit Pinsk (mehr als 100.000 Einwohner) vergleichen, doch hier wie dort „leben Menschen, die miteinander auskommen müssen und wollen.“ Im Zeitraffer stellte er seine Stadt und insbesondere die Drahtindustrie vor.

Drahtindustrie führend

 „Teile davon stecken in jedem Auto, das über die Straßen rollt!“ Dabei blitzte auch das ein- ums andere Mal seine Detailkenntnis der Partnerschaftsstadt auf, was die jungen Leute, die zuhause die 10. Klasse besuchen, freudig zur Kenntnis nahmen. Vor Ort wird die Gruppe durch die BGA-Lehrer Gregor Kertelge und Julia Kramer betreut. Sie ist die direkte Ansprechpartnerin für den Schüleraustausch mit Pinsk. Die Begegnung wird vom Europarat gefördert und steht unter der Überschrift „Sauberes Wasser auf Erden - unsere wichtigste Ressource“.

 

EU gefördert

In diesem Zusammenhang gibt es Führungen bei der Stadtentwässerung Köln, einen Workshop im Wasserwerk Schwerte, einen Gang durch die Sorpe-Staumauer, eine Kraftwerksbesichtigung und viele Arbeits- und Workshops während des einwöchigen Aufenthaltes am Burggymnasium. 

Sehenswerte Arbeiten von Polina Severina (Bild) und ihrer Schulkollegin Vera Saganovitsch (weil erkrankt, nicht vor Ort), sind noch bis zum Wochenende in der Sparkasse zu sehen.

Schmankerl am Rande: Die Weißrussen werden natürlich noch den Erlebnisaufzug sowie das Deutsche Drahtmuseum besuchen. Hollstein: „Auch Altena hat eine Talsperre und eine Wasseraufbereitung. Beim nächsten Mal müssen sie nicht bis nach Köln fahren. Das können wir alles auch hier vor Ort zeigen.“

Begabte Schülerinnen stellen aus

Noch bis Freitag, 7. April,  stellen Polina Severina und ihre Schulkollegin Vera Saganovitsch eine Auswahl eigener Bilder in der Vereinigten Sparkasse am Markaner aus. Beide Frauen besuchen die zehnte Klasse des Gymnasiums Nummer 2 in Altenas Partnerstadt Pinsk, Weißrussland, und besuchen teilweise seit mehr als sieben Jahren zusätzlich zum Schul-Unterricht eine Kunstschule. Während Polina Severina zurzeit an einem Schüleraustausch teilnimmt, ist ihre Klassenkameradin vor der Abreise in die Burgstadt leider erkrankt.

Bilder in der Sparkasse am Markaner

Was die beiden jungen Frauen in Techniken wie Aquarell, Fresko, Pastell, Bleistift, Guasch oder Temperamalerei auf Papier gebracht haben, ist absolut sehenswert. Polina Severina, die perfekt deutsch spricht, ist zusätzlich sehr an Mathe interessiert und auch von der englischen Sprache begeistert. Über ihre Kunst sagt sie: „Ich interessiere mich sehr für Kunst. Sie bereichert und formt den Menschen. Sie fördert meine Kreativität. Schon nach dem ersten Pinselstrich vergesse ich die Sorgen und Nöte des Alltags.“ Als Vorbilder für ihr Tun nennt sie die russische Malerei mit dem bekannten Künstler Wiktor Wasnezow und sein Werk „Die Recken.“

Inspiriert von Wiktor Wasnezow

Vera Saganovitsch kann sich heute ein Leben ohne Malerei „nicht mehr vorstellen.“ Besonders verschrieben hat sie sich der Portraitmalerei sowie Stillleben, Tier- und Landschaftsmotiven. Mit Ungeduld, so hat sie ihrer Kollegin gesagt, warte sie auf den Sommer. Dann möchte Vera Saganovitsch sich wieder der Pleinairmalerei widmen und sie weiter vervollkommnen. Sparkassen-Marktleiter Holger Wolf lädt alle Altenaer ein, sich die „kleine, aber feine Ausstellung“ anzusehen. „Es lohnt sich“, sagt er. Übrigens: Beide junge Damen haben schon mit großem Erfolg an Kunstwettbewerben teilgenommen und dafür Preise erhalten.

Bild und Text: J. Bonnekoh
Quelle: https://www.come-on.de/lennetal/altena/kontakte-pflegen-bilderausstellung-8081639.html (vom 5.4.2017)